Bei den Kritikern ist Adam Sandler nur einmal gut weggekommen und hat sich damit vermutlich selbst überrascht, doch längst macht er wieder seine zotigen Streifen, für die ihn seine Fans lieben. Interessant ist dabei, dass es in Deutschland solange brauchte, bis seine infantilen Späße Gefallen fanden, man andererseits aber mit der Feststellung, dass Frauen mit mehreren die Toilette aufsuchen, ein riesiges Publikum anspricht. Der Schluss liegt nahe, dass er eben doch teilweise zu subtil und die USA uns doch zu fremd sind, obwohl wir so vieles imitieren. Doch zur Sache: Leg Dich nicht mit Zohan an!
Die Story hat jeder längst aufgeschnappt, israelischer Held will sich zur Ruhe setzen, in New York Friseur werden und löst dort den lokalen Konflikt zwischen Juden und Palästinensern. Der Film beginnt direkt mit einem gefährlichen Einsatz, den Robinson… Zohan übernehmen muss. Hier trifft er auf seinen ersten Gegenspieler, John Turturro als The Phantom. Doch er nutzt ihn als Gelegenheit, sich abzusetzen. Unterwegs, während des langen Fluges, schneidet er sich die Haare nach einem 80er-Frisurbuch und läuft fortan wie ein Relikt dieses Jahrzehnts durch die Straßen des großen Apfels. Herrlich!
Neben Turturro ist auch die gesamte, stetig wachsende, Sandler-Posse am Start: Rob Schneider ist der zweite Palästinenser, der sich an seine Fersen hängt, Henry Winkler, Kevin James und John McEnroe haben ihre Gastauftritte (Weibliche Fans sollten den Tennisspieler nicht aus dem Auge lassen!). Neu dabei ist diesmal Michael Buffer und man darf gespannt sein, wo er in Zukunft alles auftaucht!
Doch eine große Enttäuschung bleibt der Auftritt von Emanuelle Chriqui, sie bleibt trotz ihres Teints arg blass. Ob das an ihr oder der schwachen Story liegt, soll jeder für sich entscheiden. Natürlich erwartet man keine ausgefeilte Handlung in einer Klamotte, aber nachdem Zohan zunächst reihenweise Kundinnen im Hinterzimmer durchgenommen hat, stellt er plötzlich fest, dass er seine Chefin Dalia liebt. Beim nächsten Mal bitte auch an das Ästhetikempf… die Gier der Zuschauer denken!
Als Fazit bleibt festzustellen, dass es der Film ist, den der Kinogänger erwarten wird. An vielen Stellen fragt man sich einfach: Warum? Aber daneben stehen die ganzen absurden Situationen, die einfach Spaß machen. Es passt zu Sandler, dass er natürlich auch eine Lösung des Nahostkonflikts parat hat, denn eine Lektion gibt er den Zuschauern immer mit. So fällt auch der schöne Satz „If you sat next to me on a plane, I’d be scared too.” Okay, ein Fehler ist doch in der Überschrift, denn auch wenn es sich um einen typischen Sandler-Film handelt, kommt der Hauptdarsteller in dem Streifen völlig ungewohnt daher. Toll!
Und jetzt muss ich mal genau recherchieren, was dieses Hummus ist und ob ich doch bei Guacamole bleibe…
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