Der weite Weg nach Hause…
23. August 2010 von SLoganUnd wie war Euer Wochenende?
Amoklauf in einem Bierlager
Best of both worlds?
Schöne Passage aus dem Spiegel-Artikel über den Aufruhr, den Googles Datenpanne gerade verursacht:
Das Datenschutzrecht in Deutschland ist auf Internetgeschäftsmodelle wie soziale Netzwerke nur schwer zu übertragen. Die meisten Paragrafen wurden formuliert, als man unter einem sozialen Netzwerk die Eckkneipe verstanden hat.
Früher war eben einfach mehr Bier!
Ich stehe jeden Morgen neben diesem Plakat (auch wenn es textlich geringfügig verändert wurde) und frage mich, wo der Typ die Bilder ins Netz gestellt hat? So ganz ohne Anhaltspunkt hilft ja nicht mal Google…
Heute habe ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wieder allein zu Hause ein Bier getrunken. Das kommt so gut wie nie vor, aber ich hatte noch ein Duff im Kühlschrank, das just heute ablief (Fotobeweis bei Bedarf) und einfach weg musste. Mit der Flasche in der Hand musste ich an diesen Spiegel online Artikel denken, den ich heute gelesen hatte, in dem die Schlichtheit einer neuen Berliner Bier-Sorte gepriesen wird.
What’s the news again?
EU-Markenamt: Bier darf “Fucking Hell” heißen
Hell yeah, prost!
Der hier stark vertretenen Fraktion mit Hang zum Rheinland muss immer mal wieder auch wat aussem Ruhrpott entgegen gehalten werden. Was eignet sich da besser als eine Hymne auf das Bier aus Schrägstrich in Bottrop? Noch dazu, wenn man dann nach dem dreizehnten Bier endlich mit der Sprache rausrückt, was einen wirklich alles bedrückt.
In schöner Tradition der berechtigten Frage “Wer wohnt schon in Düsseldorf?” schließen wir hier mit einem beherzten “Wer trinkt schon griechischen Wein?”

Da die Farbe auf dem Asphalt nicht sonderlich frisch ist, hat hier nicht der Pflastermaler ganze Arbeit geleistet, wie man es aus Clever&Smart kennt, sondern das Tier zeigt einfach mal Flecktarn in Perfektion. Dieses abgefahrene Foto und andere Impressionen zum World Earth Day (?) gibt es hier, Eindrücke vom Tag des Bieres ersparen wir uns heute.
Manche begehen den Tag des Bieres täglich, Kenner eher wöchentlich, doch warum ist der Tag des Biers eigentlich kein Feiertag? Ob staatlich oder religiös wäre natürlich Stoff für eine Debatte…
Mit dem Tag des Deutschen Bieres wird seit 1994 von den deutschen Bierbrauern der Erlass des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 1516 gefeiert. Der Tag des Deutschen Bieres findet jährlich am 23. April statt, dem Jahrestag des Erlasses.
So verbringt man also die Feiertage, wenn man die Torte schon ruiniert hat, man lungert gepflegt am Strand herum und schraubt sich ein paar Corona in die Rübe. Und ich nutze die Bikini-Fotos von Katy Perry zum Rundumschlag gegen die Plörre, die sich Corona schimpft. Was läuft da eigentlich schief? Warum muss sich seit Jahren das Partyvolk diese bessere Limo reintun? Woher kommt die Geisteskrankheit, die Zitrone in die Flasche zu drücken? Warum werden in Deutschland schlechte Biersorten immer populärer? Von Mischgedöns gar nicht zu reden! Es ist ja nicht so, als hätten wir eine jahrhundertelange Brautradition hierzulande.
Natürlich gehört es zu einer gelungenen Feier/einem gelungenen Wochenende dazu, sich ungesunde Mengen Alkohol zu verabreichen, aber muss es denn immer bis zum bitteren Ende sein?
Ich hab durchschaut, was die EU vorhat, sie will einzig und allein meine Leber retten!
Im Zuge der Einführung des Rauchverbots schießen jetzt auch in Düsseldorf die Raucherklubs wie Pilze aus dem Boden und die Kneipen verschwinden völlig aus dem Stadtbild. Man hätte so ein Entwicklung erahnen können, seit Büdchen in der Altstadt zunehmend Kneipen und Geschäfte verdrängten. Künftig also nur noch Junggesellenabschiede und Raucher in der Stadt – hurra!
Mich hat nie gestört, wenn in Kneipen gequarzt wurde, aber die Aussicht, dass Klamotten einen Abend überstehen, ohne in die Wäsche zu müssen, hatte durchaus ihren Reiz. Doch leider haben die Bürokraten die Lücke mit den Klubs übersehen. Nur wie schizophren wäre es für mich als Nichtraucher, einem Raucherklub beizutreten? Mein Interesse gilt dem Gerstensaft und stickiger Luft! Für Wirte gilt ja das Gleiche, statt des Alkohols rückt das Quarzen in den Mittelpunkt, obwohl sie damit selbst keinen Umsatz machen.
Solange dieses Schlupfloch also nicht gestopft ist, werde ich wohl weniger trinken, denn man kann ja nicht jede Woche in eine Hausbrauerei gehen (Obwohl…) und eine Mitgliedschaft in einem Raucherklub kommt nicht in Frage.
Wenn natürlich Trinkklubs auftauchten… Aber so kreativ wird kein Wirt denken.
Wir möchten unsere Leser darauf hinweisen, diese Information unbedingt zu beachten und sich nicht von gezielten Störmeldungen ablenken zu lassen.
Ich hatte den ganzen Tag eigentlich zwischen den Schlagzeilen “Der Deutsche mag es reinrassig” und “Japaner schicken Papierflieger ins All” geschwankt, um sie zur Schlagzeile des Tages zu machen – der Kommentar hätte jeweils lakonisch ‘Typisch!’ gelautet – doch dann musste ich auf der Heimfahrt in der S-Bahn diese unerhörte Meldung entdecken.
Mit dieser Nokia-Geschichte will man uns doch nur von den wahren Problemen ablenken!