Destination Sale

1. Januar 2009 von SLogan

Hach, diese Werbeflöten sind schön ein paar lustige Spinner. In Deutschland sind sie zwar arm dran, weil wirklich witzige und kreative Werbung ungefähr so gefragt ist, wie Schimmelpilz unterm Fingernagel, aber so toben sie sich halt damit aus, die deutsche Sprache zu verstümmeln. Und ganz ehrlich, darüber sind wir doch froh, denn wer weiß, was sie sich andernfalls vornähmen? Wir wollen es gar nicht wissen.

Obwohl die große Mehrheit der Deutschen in Fremdsprachen fast völlig unbeleckt ist, werden uns immer wieder Anglizismen oder einfach nur Worte aus anderen Sprachen untergejubelt. Sieht funkee, pardon… Nein, Entschuldigung, abgefahren aus, wird aber nicht verstanden. (Womit es eigentlich doch die Methode für Wahlwerbung und Wahlkämpfe wäre. Da kann meist auch keiner folgen und die Schuldigen wollen hinterher sowieso nichts mehr von dem wissen, was sie da so verzapft haben. Aber ich verzettel mich…)

Englisch ist also sehr beliebt, weil catch phrases einfach die besseren eyecatcher sind. Und beides hat nichts mit dem vermeintlichen Sport zu tun, der nix mit Sport zu tun hat. Also Englisch, da kompakter. Kann mir jetzt nur jemand erklären, wieso anstelle des kurzen Wörtchens Ziel die Fluggesellschaften heute den Terminus Destination vorziehen?

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Blogmaa, Dogmaa, Stigmaa, Smegmaa II – Die Jagd nach dem roten Faden

3. März 2008 von SLogan

Direkt etwas für die Wortspielkasse: Im Verlauf dieses Textes wird keine Maus beißend in Aktion treten. Das überlassen wir dann lieber dem Gestank von Fledermauskot in alten ägyptischen Gräbern, die von Putzkolonnen bestreikt wurden. Wer schon immer den Verdacht hatte, dass dieser Blog unterirdisch sei, darf sich in diesem Punkt für den Moment bestätigt sehen. Funktioniert in diesem Fall ganz ohne Spiegel und schließt daher – ganz im Sinne der Gleichberechtigung – auch Vampire ausdrücklich ein!

Wir verkaufen ja schließlich keine Knoblauchpizza, auch wenn postwendend der Appetit angeregt sein könnte. Doch Pizza ist nicht alles im Leben, es gibt ja noch Pasta! Warum sagt eigentlich keiner mehr Nudeln? Die Teigware ist insbesondere als Verb sehr witzig, schließlich wurde dieser Text auch nur so in die Tastatur genudelt. Kommt dann noch die passende Sauce dazu, ist der Computer-Gourmet hoch erfreut, allerdings können wir den Verzehr von Hardware nicht empfehlen. Finger weg von den Chips!

Es gibt Versuchungen, denen man widerstehen muss und Alkohol gehört sicher nicht dazu. Der gepflegte Vollrausch ist ein Kulturgut und darf nicht leichtsinnig für eine gesündere Lebensweise geopfert werden! Ohne Bierkompass käme doch so mancher nicht regelmäßig nach Hause. Was ist dagegen schon GPS? Der Kraftfahrer ist satelliten-gestützt zwar drauf angewiesen, aber für den Heimgebrauch reicht die Gerstensaft-Pfad-Suche. Man vertraut doch auch sonst lieber den Stimmen im Kopf als einer vernünftigen Frau, die den Weg kennt.

Und überhaupt, ohne die Hirnvokalisten stünden doch viele ohne Gesprächspartner da, was auch mit den besten Steherqualitäten kein Zuckerschlecken ist. Aber warum nicht einfach Platz nehmen? Jeder für sich hätte so seinen eigenen Stammtisch, an dem die Probleme dieser Welt erörtert würden. Wenn nur nicht diese lästigen Kellner immer mitten im Satz unterbrächen, da kommt man doch ganz durcheinander!

Viel Spaß beim Prosten!

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Blogmaa, Dogmaa, Stigmaa, Smegmaa

29. Dezember 2007 von SLogan

Das geschulte Auge des erfahrenen Lesers erkennt sofort, auf eine derartige Überschrift kann nur eines folgen, eine völlig sinnbefreite Aneinanderreihung von Wörtern und Sätzen. Doch genau das will der Leser ja, darin besteht die hohe Kunst der Blogmaatik! Wir haben es von Anfang an zum Prinzip erhoben, dass der Leser zwar gerne mal überrascht wird, sich aber trotzdem stets darauf verlassen kann, konstante Qualität zu erhalten.

Nichts wäre schlimmer, als plötzlich nichtssagende Texte untergejubelt zu kriegen! Die braucht kein Mensch und sie befinden sich zu Hauf im Netz der Netze. Ob das Netz eines Tages einen zweiten Shakespeare, einen zweiten Hamlet hervorbringt? Für den zweiten Fall stehen die Chancen gut, wahrscheinlichkeitstheoretische Gesetze sind fast schon Garant dafür.

Also nichts Neues im Web? Wohl eher nicht, aber das ist kein Grund zur Resignation, sondern im Gegenteil eine Chance für jeden! Suchmaschinen machen es möglich, dass jeder Autor Besucher auf seine Seite schaufeln kann und wer wäre damit nicht von Kindesbeinen an vertraut?

Genau, das Schaufeln beginnt im Sandkasten und hört bei All-You-Can-Eat-Angeboten noch lange nicht auf! Denn merke, wer sich gepflegt den Teller vollhaut, steht länger am Buffet. Die Food-Flatrate ist älter als jede Mobilfunk-Inkarnation des gleichen Prinzips. Und wenn man ehrlich ist, ist das Geräusch klappernden Bestecks doch angenehmer als die modernen Klingeltöne. Womit wir den perfekten Ton für den Restaurantbesuch auch ganz nebenbei entdeckt hätten, daran wird sich kaum ein Gast stören.

Also, gehen wir zum Abschluss dieses Textes noch einmal auf die Worte in der Überschrift ein? Nein, wozu auch, sie haben ihren Zweck erfüllt und in Zeiten zahlloser Sequels können auch wir uns diesen Spaß für einen zweiten Teil sparen. Wann, wenn nicht jetzt, soll man sich an Roberto Blancos Motto halten?

Alle satt geworden?

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Büchner Gymnasien schließen!

20. November 2007 von SLogan

Die kausalen Zusammenhänge sind eindeutig, wer des Alptraums Amoklauf Herr werden will, muss jetzt endlich handeln. Wir fordern mehr blanken Aktionismus! Wo das Verbot von Killerspielen nicht ausreicht, muss offen über tiefgreifendere Maßnahmen diskutiert werden und in diesem Fall kann die Konsequenz nur die sein, jedes Georg-Büchner-Gymnasium zu schließen. Wenigstens aber jene in Orten mit K, dort scheint ein besonderes Gewaltpotential vorzuliegen.

Und wenn das nicht den erwünschten Erfolg bringt, muss man auch dazu bereit sein, weitere Schritte zu gehen, auch das Verbot von Büchners Werken darf dabei nicht tabu sein. Es geht um Menschenleben! Zusätzlich ist dringend angebracht, in den umbenannten Schulen Metalldetektoren aufzustellen, man kann ja nicht wissen, wie rasch die obigen Sofortmaßnahmen greifen. In dieser Situation darf man vor unpopulären Maßnahmen nicht zurückschrecken und sollte Flüssigkeiten auf dem Schulgelände verbieten, um auch jede Bombengefahr auszuschließen.

Herr Schäuble, übernehmen Sie!

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ARD kopiert Unterhaltungskonzept vom ZDF

31. Oktober 2007 von SLogan

Gestern durfte der geneigte Zuschauer erleben, wie schnell sich ein neuer Trend in den Programmen ausbreiten kann. Da hatte das erste deutsche Fernsehen in kürzester Zeit reagiert und ging, nach dem quotenträchtigen Ein… Abmarsch von Eva Herman aus JBKs Runde vor drei Wochen, mit der gleichen Idee auf Sendung. Harald Schmidt hatte ja schon die Einfallslosigkeit anhand von Fernsehkrimis gebrandmarkt, aber das schien die Verantwortlichen wenig zu stören.

Statt Schreinemakers bediente sich die Show einer anderen, nicht weniger klassischen Krawall-Knalltüte (KKK): Nina Hagen traktierte den nüchternen Wissenschaftsmoderator so lange mit ihrem Gefasel, dass der irgendwann die Hoffnungslosigkeit seiner (Weltraum-)Mission einsah und vor dem geballten Unsinn kapitulierte. Und so sah das Publikum doch keine Ufo-Landung, sondern zum zweiten Mal in einem Monat den Auszug aus dem Studio. Andererseits, wenn man als Außerirdischer 1984 die Wahl gehabt hätte Ronald Reagan, Leonid Breschnew Konstantin Tschernenko oder Nina Hagen zu treffen… Nein, da sollte man sich kein Urteil drüber bilden, wer interstellares Reisen beherrscht, denkt eben völlig anders als wir Menschen.

Wenn Unterhaltungssendungen also zunehmend im Spätprogramm platziert werden, sollte man ihnen künftig auch den entsprechenden Stellenwert zuerkennen. Blogmaa fragt daher aus aktuellem Anlass, wann in Talkshows endlich Showtreppen eingeführt werden. Es kann doch nicht sein, dass die Helden der Sendungen banal irgendwo neben der Kamera von der Bühne schreiten! Weiterhin möchten wir – wie oft in ähnlichen Zusammenhängen vorgeschlagen wird – die Einführung der Zeitlupe empfehlen, mit der dann der genaue Moment bestimmt werden kann, ab dem ein Gesprächsteilnehmer den anderen für unzurechnungsfähig hält.

Blogmaa wird sich bemühen, in den nächsten Tagen mit Joachim Bublath in Verhandlungen zu treten, um neue Projekte auf den Weg zu bringen. Im Moment schweben uns folgende Themen vor: “Die Erde ist doch eine Scheibe”, “Krebstherapie mit Kräutertee” und als absolutes Highlight “Nazi-Ufos auf der Autobahn”.

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Wer wird denn nun Millionär?

3. September 2007 von SLogan

Es geht also wieder los mit Jauchs Quasselstunde, gefühlte drei Fragen garniert mit 20 Minuten Werbung und 35 Minuten Gelaber – entweder vom Moderator oder vom Kandidaten. Doch ich muss zugeben, so sehr mich (dem) Günter s(ein) Gequatsche meistens nervt, so witzig ist es gelegentlich, siehe die Causa Weller. Aber in dem festen Glauben, dass Rumsülzen ankommt, betreiben schließlich auch viele Spitzenpolitiker ihre Amtsgeschäfte und wir diesen Blog. Wenn die Deutschen drauf stehen…

Die wirklichen Stars der Show arbeiten ohnehin ganz klar hinter den Kulissen, die Redakteure, die sich immer wieder die ausgefallensten Antworten im Niedrigpreissegmente ausdenken. Großartig! Ich muss unbedingt rausfinden, ob man auch Fragen einschicken kann, ich bin zu gespannt, ob meine Ideen ihrer würdig befunden würden. Oder schon vorkammen, ich glotze die Show ja eher nur noch selten. Spontan würde ich etwas mit Karnivoren, Koryphäen, Koniferen und Caros-Fähre bauen. Aber es eilt ja nicht.

Vor der Kamera sind die vielen Kandidaten (toga candida) bewundernswert, die für den – in den meisten Fällen völlig abwegigen – Traum von der Million, jede interrogative Demütigung über sich ergehen lassen. Oder gibt es tatsächlich ein Milieu, in dem es schick ist, als ungebildet oder vollkommen dämlich zu gelten? Man beachte das oder! Ich habe durchaus Kandidaten erlebt, die genau wussten, dass sie keine Universalgelehrten sind und ihre Grenzen kennend ausgestiegen sind. Andere, meist aus der Rubrik Neunmalklug, machen ein Palaver und blamieren sich völlig schmerzfrei, Respekt!

Wo ich stünde? Natürlich hab ich viel zu viel Schiss, wie so ein Vollspaten zu enden, weshalb ich mich nie ernsthaft beworben habe. Doch ich denke, es gibt nur die Möglichkeit, auf 16.000 oder die Million zu spielen. Und mit meinen massiven Wissenslücken im Bereich Kultur (i.e. klassische Musik, Literatur, Oper & Theater) könnte ich nur froh sein, wenn dieser Bereich bei 2000 Euro abgewickelt wäre. Sonst wird’s ein Joker-Gemetzel. Ich habe mir auch längst eine andere Taktik (Exit-Strategie) zurecht gelegt: Sobald die 50-Euro-Frage richtig beantwortet ist, sofort aussteigen. Weiterspielen ist viel zu riskant! Ich wäre umgehend der Star der Show und hätte meine 15 Minuten Ruhm!

Hoffentlich hat heute Abend keiner diese Idee…

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Bundestrojaner leichter installiert als Windows!

29. August 2007 von SLogan

Eine Sensation macht seit heute die Runde in den Medien, seit Details zum neuen Bundestrojaner veröffentlicht wurden: Die Routine zur Installation dürfte den Softwaremarkt mit Sicherheit (sic!) revolutionieren! Kein Install-Shield, keine Neustarts, kein mehrfaches CD-Wechseln, hier ist Komfort pur angesagt, das kommt beim User an!

Und bevor hier ein Schlaumeier irgendwas von Linux oder sonstigen Betriebssystemen faselt, keines kommt an die Software aus dem Hause Schäuble heran! Ja, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, Wolfgang schlägt sogar Steve! Usability stand bei der Entwicklung im Vordergrund und erspart dem PC-User jede Menge Stress.

Die freundlichen Herren vom Amt, in diesem Fall Installations-Experten, machen sich die Mühe, den Endkunden persönlich aufzusuchen, ohne dass dessen Anwesenheit nötig ist! Die Computerausstattung wird dann einer genauen Prüfung unterzogen und die optimale Art der Installation ermittelt. Bei einem zweiten Hausbesuch, bei dem die Anwesenheit des Computerbesitzers wieder nicht erwünscht erforderlich ist, wird dann der Trojaner installiert.

Wo gibt es sonst so einen Service?

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Jäger des verlorenen Superlativs

12. Juli 2007 von SLogan

Der Betrachter Deutschlands wird über kurz oder lang zwei Dinge feststellen: Deutschland ist komplett am Arsch und niemanden kümmert’s. Ach ne… Deutschland ist mindestens genauso eifrig wie Amerika auf der Suche nach Superlativen und die Logik bleibt dabei gerne außen vor. Der typische Florida-Tourist1 kennt das, stets hat er es mit ’world’s largest, biggest or highest’2 irgendwas zu tun. Hier bei uns ist das nicht viel anders, wir sind hier nicht im Wald, sondern haben die längste Theke der Welt. Und auch sonst haben Superlative ihren festen Platz in unserer Kultur.

Natürlich, die Flut der Superlative kommt aus der Werbung und dort werden sie gepflegt, weil ja jedes Produkt stets das neueste, beste oder tollste sein muss. Das olympische Motte ‚höher, schneller, weiter’3 hat schon länger (längst?) ausgedient, wir hatten schließlich den Gröfaz und hören die beste Band der Welt. Da wundert es doch kaum, dass es zahllose4 Menschen schaffen, auch Wörter zu steigern, bei denen schon der Komparativ keinen Sinn gibt. Wenn eine Sachen einmal existiert, d.h. genau ein Exemplar oder Vorfall, dann ist sie einzig. Doch scheint kein einziger – und das ist kein Komparativ – zu verstehen, dass es nicht noch einmaliger geht.

Der einzige Grund5, warum diese Zeilen entstanden sind, ist eben der, dass es nicht der einzigste Grund ist. Klingelt’s? Und der Trend setzt sich fort, warum sollte man an der Stelle auch aufhören? Findige Menschen dachten sich, dass es noch mehr geben muss und erfanden den Uberlativ. Der Linguist erkennt sofort, dass dieser natürlich auch aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeit kommt. Doch es gibt auch schöne deutsche Umsetzungen, schließlich kann mit dem ‚Größten anzunehmenden Unfall’ nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein. Und da haben wir ihn, den SuperGAU Uberlativ. Ein weiteres schönes Beispiel ist die Zeugnissprache: Wo jeder Quartalssäufer genau weiß, dass, wenn er voll ist, nichts mehr geht, hat sich in Personalabteilungen ein Code entwickelt, der mehr zulässt und Menschen am Ende voller und vollst sind.

Isst jemand so ehrgeizig, dieser Anregung zu folgen?

  1. Oft kaum vom Mallorca-Tourist zu unterscheiden, blamiert sich nur statt mit schlechtem Spanisch mit schlechtem Englisch. []
  2. Um einem Irrtum vorzubeugen, die Pornoindustrie sitzt immer noch in Kalifornien. []
  3. Eigentlich citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker – da aber niemand auch nur annähernd so stark ist wie Bud Spencer, musste dieses Motto abgewandelt werden. []
  4. Es geht nicht um Dyskalkulie. []
  5. Zugegeben, das Fußnoten-PlugIn auszuprobieren, spielte auch eine gewichtige Rolle. []

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Namen sind Schall und Rauch

12. Juni 2007 von SLogan

Sind sie wirklich, die einzige Bedeutung erhalten sie erst durch die positiven oder negativen Assoziationen, die wir mit ihnen verbinden. Frauen sehen das wohl etwas anders und vergeben viel häufiger Namen. Wie ich gelesen habe, ist es angesagt, dass Promi-Frauen gerne über die Namen ihrer Tüten parlieren – die lauten eher selten Aldi und Lidl. Von Jennifer Love Hewitt ist bekannt, dass ihre Thelma & Louise heißen, Pamela Anderson taufte ihre Kleinode Ernie & Bert.

Mir persönlich ist es fremd, Körperteilen oder Gegenständen Namen zu geben, Stofftiere und Wellensittiche klar, aber Computern und Autos? Vielleicht fürs Netzwerk, aber Autos haben doch ab Werk Namen. Ich schweife ab, zurück zu den Tüten. Ob Pam ihren Kissen von OP zu OP neue Namen gegeben hat? So weit so rund, doch wie kann sich der eboobiezierte Mann von Welt diesem Trend anschließen? Okay, David Beckham, der olle Metrosexuelle, würde seine Brust wahrscheinlich mit Namen ansprechen, aber gibt es nichts Männlicheres? Eine Lösung mit Eiern? Oh…

Das ist es doch, Jack Nicholson redet künftig von den Namen seiner Klöten, Lentz eher nicht, wenn ich dem Sermon glauben darf, den ich all die Jahre täglich bei der Tour hören durfte, aber vielleicht Bruce Willis? Ich tippe auf Smith&Wesson oder Heckler&Koch in seinem Fall. Und ich, bleibe ich bei Schall&Rauch? Naja, da ich zum Glück kein Promi bin, brauch ich mir da keine Gedanken zu machen…

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Han Solo

9. Mai 2007 von SLogan

Hin und wieder ist man froh, wenn es mal einen Abend ohne gesellschaftliche Verpflichtung gibt, wenn man einfach vor der Glotze hängt und einen guten Film gucken kann. Sonntag war keiner dieser Tage, denn der Film hieß “Episode 1″.

Über diesen Film ist vermutlich schon alles längst gesagt worden und als Star Wars Fan der alten Trilogie muss man zugeben, dass einiges sehr gelungen ist. Ich mag das Podrace sehr – hat Apple da nicht irgendwelche Namensrechte? – und das Laserschwert-„Triell“ ist auch nicht ohne, aber es ist einfach zu viel schlecht an dem Streifen. Moment! Es ist ein solider SciFi-Film, der vieles in den Schatten stellt, aber doch kein Star Wars! Aber warum ist das so? Ich hab da so meine Erklärung…

Wenn man sich das Ensemble der Charaktere anguckt, sind alle Rollen vertreten: die Guten, die Bösen, die Lustigen, die Nervigen, die Ritter und die Königin. Aber reicht das wirklich? Die beste Figur ist eindeutig Wattoo, der schwebende Außenseiter, der dieses Mal nicht das erhoffte Geschäft macht, aber den Film trotzdem mit markigen Sprüchen bereichert. Zumindest im Original, denn die Synchronisation ist ein Witz, und sooo lustig ist Blogmaa dann doch nicht. „Heftig!“

Aber züruck zur Sache: Es fehlt einfach eine Identifikationsfigur! Gehen wir die Hauptfiguren doch mal durch: Königin Amidala – Für Mädchen vielleicht eine Heldin, doch, und selbst wenn es für Jungs ein König wäre, will man wirklich den Zwängen und Kostümen des Hofstaats ausgeliefert sein? Qui-Gon/Obi-Wan – Ja großartig, die unfehlbaren Jedi, die so rechtschaffen sind, dass nur noch ein karger Alltag bleibt. Palpatine/Darth Maul – Natürlich macht es Spaß, immer auf die Kacke zu hauen, aber wenn einen niemand mag? R2D2/C3PO – Blechbüchsen scheiden per se aus und der prominente Vertreter eins computeranimierten Volkes erst recht!

Denken wir doch mal an die erste Trilogie züruck, wer war dort der Held, der immer den Tag rettet, die coole Sau, die am Ende das Mädchen kriegt, kurzum, das Idol? Genau, keiner wollte in der Uniform der Sturmtruppen stecken oder mit seinem X-Wing auf der Todessternoberfläche einschlagen. Und das Jedi-Training im Sumpf von Dagobah muss auch nicht wirklich sein, lieber fliegt man doch mit dem rasenden Falken von System zu System und genießt das Leben! So sehr die Maske von Vader auch die drei Filme geprägt hat, der Beste ist nur einer, Han Solo und sonst keiner!

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Parallelgesellschaft

17. März 2007 von SLogan

Wenn man die Lage in Deutschland nüchtern betrachtet – und jeder weiß, dass es in diesem Fall unendlich schwer fällt – wird man nicht um den Schluss herum kommen, dass eine Integration gar nicht stattgefunden hat. Selbst milde gestimmte Genossen neigen bisweilen dazu, wenn sie mit den alltäglichen Geschichten konfrontiert werden, sogar Disintegration zu befürworten. Und um es ganz offen und provokant zu formulieren: Die Grünen sind Teil des Problems!

Die Ursachenforschung kommt stets zu den gleichen Resultaten, etwa dass die einzelnen Länder wenig tun können, solange nicht die Bereitschaft zur Integration von den angesprochenen Volksgruppen mitgebracht wird. Doch man wird immer wieder Zeuge von Abschottung, wenn beispielsweise vornehmlich die Lokalitäten der eigenen Landsleute aufgesucht werden. Nur hier kommt das Zusammengehörigkeitsgefühl auf, nach dem man sich scheinbar sehnt.

Natürlich ist dieses Symptom nicht das einzige, genauso gehören zur Abgrenzung spezielle Essens- und Getränkesonderheiten, deren Akzeptanz in Deutschland durchaus verschieden ist, der/die ein oder andere mag das ein oder andere, doch ist bei vielen Bürgern der Geschmack einfach nicht getroffen. Auch im letzten Punkt ist die Geschmacksfrage wieder zentral, denn die urtümlichen Kleidungsriten, insbesondere die Kopfbedeckung, sorgen bisweilen für Diskussion und Unverständnis.

Wir wünschen viel Spaß beim St. Patricks Day, im Pub, beim Irish Stew, mit Guiness und einem albernen grünen Hut auf dem Kopf!

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Wok mich am Arsch!

11. Februar 2007 von SLogan

Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit.

Da kommt man eines Donnerstags abends betrunken aus der Altstadt, sieht vermutlich so alt aus, wie jene Menschen, die von sich behaupten, schon alles gesehen zu haben im Leben, obwohl ihre Augen längst hinter Glasbausteinen verschwunden sind, durch die kein Mensch klar sehen kann, und dann so was!

Man fällt eine dieser Entscheidungen, die zwar kostengünstig, aber dennoch fragwürdig sind, und im Verzehr zweier Cheeseburger aus dem Haus mit den goldenen Titten Bögen münden, nur um dann später festzustellen, wie sehr solche vermeintlich banalen Entscheidungen den Fäller der selbigen verfolgen können. Natürlich findet die Geschichte ihren Abschluss nicht mit dem Verlassen des amerikanischen Spezialitäten-Restaurants, im Gegenteil, ihrem Höhepunkt strebt sie noch entgegen!

Unser Protagonist hat das Abenteuer noch vor sich, schließlich wartet an der nächsten Ecke noch der ÖPNV darauf, seine Schuldigkeit zu tun, denn der Komapegel, der eine schmerzfreie und vor allem wahrnehmungsbeschränkte Bahnfahrt sichern würde, ist längst nicht erreicht, wir schreiben ja erst Donnerstag. Um dann endlich auf den Punkt zu kommen, das ungewöhnlichste Ereignis des Monats, sollte die
“Fahrt des Woks”
werden, die zahlreiche Mitreisende bezeugen können. Eins bleibt allerdings, die Frage nach dem Reiseziel des Kochgeräts, aber das werden wir so schnell wohl nicht erfahren. Und wenn beim Chinesen mal wieder Kochutensilien ausgemustert werden, kommt vielleicht die Fortsetzung in der Episode „Wok on the Dancefloor“, womit auch der weniger reißerische alternative Titel dieses Blogs enthüllt wäre, aber er wurde bekanntlich nicht gewählt…

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Ice, ice, baby!

26. Januar 2007 von SLogan

Yo, VIP, let’s kick it!

Wer sich heutzutage dazu herablässt, den Verfall der Gesellschaft zu beklagen, am besten noch in schriftlicher Form, gilt schnell als verbohrt, ewiggestrig oder – nennen wir es doch beim Namen – als Nazi. Damit kann ich leben.

Bei mir im Ort gibt es einen Teich, der unter dem Namen ‘Gröner Jong’ bekannt ist, in der Mitte befindet sich eine gewaltige Skulptur inklusive Fontäne, darum ein paar Scheinwerfer und viele Quadratmeter Wasser. Letzteres hat die natürliche Eigenschaft bei Minusgraden den Aggregatszustand zu ändern und zu gefrieren. Ein Zustand, den ich als Kind sehr zu schätzen wusste.

Das Schlittschuhlaufen habe ich zwar noch in Eishallen gelernt, aber es gehörte durchaus zum Repertoire, in den Wintermonaten die Schuhe in freier Natur i.e. auf den Wasser-, pardon, Eisflächen der Parks einzusetzen. Natürlich fuhr man nicht nur von einem Ende des Gewä… der Eisfläche zur anderen, sondern man hatte schon sehr früh Puck und Eishockeyschläger dabei. Nicht umsonst gibt es in meiner Heimatstadt einen der erfolgreichsten und traditionsreichsten Eishockeyvereine Deutschlands, aber zurück zum Thema.

In den letzten Jahren gibt es jedenfalls die Tendenz – das beobachte ich immer wieder, wenn ich betrunken am ‘Grönen Jong’ vorbeitorkel – sobald eine dünne Eisschicht entstanden ist, dass irgendwelche dummen Bauern, ohne Landwirten beleidigen zu wollen, die Eisfläche einschlagen und die Bruchstücke auf die restliche Scholle werfen. Das macht sicher Spaß, aber urinie… ruiniert vielen anderen den Spaß, den sie haben könnten, so sie denn ihre Schlittschuhe einsetzen könnten. An der Stelle muss ich einfach fragen: Ist es nötig? Und müssen jedesmal Parkbänke den Eisstücken hinterher fliegen?

Yo man – Let’s get out of here! Word to your mother!

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Warum bloß ist das deutsche Fernsehen so schlecht?

23. Januar 2007 von DeRandy

Das ist eine Sache, die ich wirklich nicht verstehe! Dabei fing das mit der deutschen Fernsehkultur vor vielen Jahrzehnten mit Straßenfegern wie Derrick doch so gut an. Gut, über Aktenzeichen XY ungelöst konnte man sich streiten, ob es schon der Vorläufer des Angstmacher-TV war oder nicht. Aber im Grunde genommen war das ja noch Kult und im kulturellen Sinne ja auch informativ. Viele, die bis dahin noch nie einen Schweizer zu Gesicht bekommen hatten, konnten sich an Konrad Toenz erfreuen. Und alle, die mit Österreich nur seltsame Giftzwerg-Diktatoren mit hektischem Gebaren in Verbindung brachten, konnten sich von der “Wiener Gelassenheit” eines Peter Nidetzky eines Besseren belehren lassen.

Und der Schimanski-Tatort war auch jedes Mal ein spannender Kracher, auch nicht zuletzt deswegen, weil er in meiner Heimatstadt gedreht wurde. Heute kann man sich das Zeug natürlich nicht mehr geben. Damals war’s ja auch eine andere Zeit.

Aber wenn ich mich jetzt so umsehe, denke ich nur: “Quo Vadis, deutsche TV-Produktion?” GZSZ hatte ein Herz für alle nicht so guten Schauspieler, damit die auch mal was zu tun kriegen und der sonst recht kultige Marienhof zog dem Trend ziemlich schnell nach. Und alles, was dort bei den ersten Castings mangels Talent achtkantig aus dem Produktionsbüro geworfen wurde, wurde erst von den Gerichtsschows, dann vom Rechtsexperten Lenßen samt Partnern aufgefangen und zu Fernsehen verwurstet, dass von weiten Teilen der Bevölkerung auch noch gefressen wird.

Ach ja, “Abschlußklasse” gibt es auch noch. Aber in Schauspielerei haben die ihren Abschluß wohl nicht gemacht.

Einerseits werden also wohl Talentabstinenzler ans Set geholt. Das ist schon mal das eine Problem. Ein weiteres Problem ist aber, dass sich der deutsche Film/die deutsche Serie viel zu ernst nimmt.

Bei Sachen wie “Balko” kann man vielleicht noch recht entspannt sein, ohne die Fernbedienung im Anschlag haben zu müssen. Die Jungs dort nehmen sich gern mal selbst auf die Schippe, auch wenn es nicht jedermanns Sache ist. Damit ist die Lobeshymne auf die deutschsprachigen Produktionen aber auch schon fast zu Ende. Was mir so Klamotten wie “Die Sitte” präsentiert, ist traurig. Traurig ist auch die eine Serie, die an das amerikanische Profiler/Autopsy-Ding anzuknüpfen versucht. Das ist Fernsehen ohne Ausdruck und Farbe, charakterlos und stumpf. Wären die Drehbuchseiten weiß geblieben, hätten sie mehr Flair versprüht.

Aber so ist das nun mal: mit Danny Crane nimmt’s halt keiner auf…

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Dynamic SL

19. Januar 2007 von SLogan

Wenn ich mich an die Tastatur setze, nein, wenn ich ehrlich bin, ist es ja meistens ein Kugelschreiber und ein höchstens Din A7 großer Schnipsel, dann geht mit mir gerne schon mal das Nostalgiepferd durch. Diese leidvolle Erfahrung musste der/die/das ein/eine/ein oder andere vermutlich schon machen, doch das Verhängnisvolle daran ist, dass oft genug Trivialitäten des Alltags zum Aufhänger für inhaltslose Textorgien werden.

In diesem Fall war es das Kürzel, welches bei den Meisten wohl die Verbindung ins Netz der Netze bedeutet, DSL. Ich habe ja dieses Raider-Twix-Problem und an dieser Stelle ist es ganz ähnlich, bei den drei Konsonanten denke ich immer noch an die Entsprechung zu Sonys Megabass, die Dynamic Super Loudness aus dem Hause Aiwa. Dieses wunderbare Feature begleitete mich über mehrere Walkmen, zwei portable CD-Player und meinen ersten MP3-Player. iPod kannte da noch niemand. Ja, ich war geringfügig eingeschossen auf diesen Hersteller und man hat es mir mit Geräten heimgezahlt, mit denen ich stets zufrieden war. Schade, dass Sony hier die Konkurrenz nicht nur gekauft, sondern die Marke auch liquidiert hat.

Für mich wird es also Zeit, dass endlich UMTS mit HSDPA erschwinglich wird, damit ich bei der Einwahl nicht immer den Bo-Titel „Wir brauchen Bass!“ auf den Lippen habe. Auch wenn eine lange Leitung besser ist als eine schlechte Funkverbindung, freu ich mich doch auf das kabellose und mobile Surfvergnügen.

Und jetzt bitte ordentlich aufdrehen!

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