Titten
17. Juli 2010 von SLoganAus der Serie “Klassische Filmzitate, die man immer brauchen kann”:
Titten.
Harrison Ford als Jack Ryan in Die Stunde der Patrioten (Patriot Games)
Kinobesuch und Verfassen des Textes haben diesmal ein bisschen auf sich warten lassen, aber der Streifen ist ja noch ein Weilchen in den Lichtspielhäusern. Mit Skepsis ging es ins Kino, positive wie negative Kritiken ignorierend und hinterher kam ich begeistert nach Hause, so darf ein Kinoabend sein! Es ist ein echter Indiana Jones, daran gibt es nichts zu rütteln.
Der Film hat die beiden wichtigsten Zutaten, welche die ersten drei Teile zu dem gemacht haben, was sie sind. Es gibt viel Humor in Slapstick-Einlagen und Sprüchen der Protagonisten. Beispiele? Indy verabschiedet sich von den Kommunisten mit den Worten „Lang lebe Eisenhower“ und bei einer kleinen Motorradpanne gibt er seinen Studenten Folgendes mit auf den Weg: „Wenn Sie gute Archäologen werden wollen, sehen Sie zu, dass sie aus der Bibliothek kommen!“
Fangen wir mit den Darstellern an, die Besetzung der Indy-Filme hat nie enttäuscht und dabei ist es auch diesmal geblieben. An erster Stelle ist natürlich Harrison Ford zu nennen, bei dem man sich einfach fragen muss, warum seine Filme in letzter Zeit eher so’n bisschen bescheiden waren? Er ist großartig und wirbelt durch die Gegend, wie es wohl keiner erwartet hätte.
Shia LaBeouf darf mal wieder zeigen, warum er zur Zeit der Nachwuchsstar schlechthin ist, und die Wahl von John Hurt ist schlichtweg perfekt! Die Rolle wurde ihm auf den Leib geschnitten und macht ihn zum heimlichen Star neben Ford. Karen Allen macht so weiter wie man sie kennt, auch wenn ihre Rolle vergleichsweise klein geraten ist diesmal.
Nur Cate Blanchett bleibt eher blass und das sogar wörtlich. Wahre Schönheit kann nichts entstellen? Dann muss das Fazit im Umkehrschluss lauten, dass Cate einfach nicht zu den Schönheiten gehört. Mit Uniform und Perücke sieht sie einfach, man kann es nicht anders sagen, sowas von scheiße aus – Hilfe! Und an die Fieslinge der anderen Teile konnte sie nicht heranreichen, wer könnte schon einen Mola Ram übertreffen?
Einen netten Gastauftritt gibt es darüber hinaus für Scrubs-Fans, also nicht so viel in der IMDB stöbern, sonst ist die Überraschung dahin.
Den guten Darstellern steht allerdings leider eine etwas schwächere Story gegenüber. Spielberg kann Actionfilme, das Tempo stimmt jederzeit und lässt keine Langeweile aufkommen, denn ehe man sich versieht, steht schon die nächste haarsträubende Verfolgungsjagd an. Aber irgendwie ist die Alien-Story nach dem heiligen Gral dann doch etwas lahm.
Am Anfang wird die Handlung schon mit verdächtig vielen Erdmännchen garniert und dann kommt auch noch die ganze Familiengeschichte hinzu. Die langweilt nach einer Weile, was daran liegen könnte, dass sie wie eine Kopie des dritten Teils wirkt. Dass auf der anderen Seite neben einigen gelungenen Witzchen auch einige schwache vorkommen, kann man den Machern nicht vorwerfen. Das war immer so und wird immer so bleiben.
Achtung übrigens, kurz vor Schluss, schon nach Ende des Hauptabenteurs, gibt es noch eine ganz üble Schrecksekunde für Fans. Aber keine Sorge, es kommt nicht so übel, wie man im ersten Moment fürchten könnte.
Natürlich konnten es die drei Herren vom Gral nicht allen recht machen, früher war schließlich alles besser. Gilt auch für Indy, denn als das letzte mal ein Film mit dem Abenteurer im Kino Premiere hatte, stand ja noch die Mauer. Dennoch ist Ihnen ein großartiges Kinovergnügen gelungen, was neben vielen anderen späten Fortsetzungen viel besser dasteht.
Die wichtigste Lektion ist die, dass Stephen Spielberg einfach der bessere Regisseur ist. Er hat verstanden, dass es bei einem Indiana Jones Film neben Action und Figuren vor allem auf die richtige Wirkung ankommt. So bleibt dem Fan ein Fiasko wie im Falle Star Wars erspart und es gibt einen Film, den man von Anfang bis Ende genießen kann.
Jetzt muss ich mal Leute für den zweiten und dritten Besuch finden…
Die ersten Berichte zu den Kristallschädeln sind raus und vermitteln verschiedene Eindrücke. Ich werde sie erst lesen, wenn ich den Film gesehen hab, aber schon die Einleitungen sagen einiges. Die Times scheint begeistert, der Spiegel-Autor eher nicht. Vielversprechend ist dagegen schon der Teaser bei faz.net: “Ein Meisterwerk ist der „Kristallschädel“ nicht. Aber der neue Indiana Jones macht von Anfang an sehr viel Spaß in seiner ein wenig gestrigen Anmutung, seiner Selbstironie und den Zitaten aus den vorangegangenen drei Episoden.”
Aber Harrison Ford in einem fünften Teil nur als Nebenrolle? Och nö!
Dr. Jones erzählt hier zum ersten Mal etwas über den Grund für die Suche nach dem Kristallschädel und auch, dass er “Garded by the living dead” ist – Moment, Indy und Zombies? Abgefahren!
An einer Meldung zu Indiana Jones komme ich nie vorbei, für Fans ist jetzt das erste Poster online. Sofort runterladen!


Endlich sitze ich nicht länger wie Joschka Fischer im Sicherheitsrat, sondern werde vielmehr am am 22. Mai im Kino Platz nehmen! Und am 29. Mai und am 5. April und… Hoffentlich gibt’s irgendwo ‘ne Indy-Nacht!
Seit gestern bin ich absolut gespannt auf den Film und finde, Lucas und Spielberg gehören bestraft dafür, dass es diesen Film nicht früher bzw. dass es nicht mehr Indy-Filme gegeben hat in den letzten 18 Jahren! Was hat mich überzeugt? Bilder, denn die sagen bekanntliche mehr als noch so viele Worte und diese Fotos zeigen den Helden des kommenden Kinojahres! Auf einem weiteren Bild sehen wir, wie Henry Jones jr. seinem – immer noch namenlosen – Sohn die Stelle zeigt, wo er einst das Kreuz von Coronado gefunden hat. Na gut, vielleicht auch nicht, aber das kann man schön hinein interpretieren.
Möge Harrison Ford diesen Hut nie wieder ablegen!
p.s.: Unbedingt einen Blick in die Download-Rubrik werfen!